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Sonntag, 4. September 2011

Tag 2: Alexandria - Mull of Kintyre (oder auf den Spuren von Paul McCartney)

Die erste Nacht in Schottland haben wir alle gut überstanden und auch das erste Frühstück hat uns positiv überrascht. Nun machten wir uns auf den Weg nach Kintyre. Auf den ersten Kilometern beschäftigte uns wiedermal die Suche nach einer Gaskartusche für unseren Kocher. Die angekündigten diversen Outdoor-Läden lagen leider nicht auf unserer Route. In einem Gartencenter wurden wir schließlich fündig...später am Nachmittag sollte das belohnt werden.

Weiter Richtung Kintyre wurden wir von herrlicher Landschaft empfangen. Ein Wasserfall nach dem anderen, dann wieder ein Stück flacher Strand, umrandet von heidebewachsenen Hügeln. Die Fahrt machte uns hungrig und der schöne Anblick lud zum Rasten am Strand ein. Also haben wir uns unsere Essenvorräte geschnappt - ein schönes Plätzchen war schnell gefunden. Flux den Kocher angezündet und die Beans in die Pfanne geschmissen.

(An dieser Stelle einen Dank an Nils: Bisher konnten wir nur für Deinen Kocher eine Kartusche finden. Dank Dir sind wir also nicht verhungert).
Frisch gestärkt ging es nun auf Quartiersuche, leichter gesagt als getan, denn Straßennamen gibt es hier nicht wirklich, somit kann auch das Navi nicht wirklich helfen. Nach einer halben Stunde Suche, fragten wir die Einheimischen. Der nette Mann gab sich alle Mühe uns den Weg zu erklären, doch auch im 4. Anlauf hatte ich Dank seines Akzentes nur Bahnhof verstanden. Sein Gestikulieren brachte uns dann doch auf die richtige Fährte. Mitten im Nichts stand ein Bauernhof, der heute unser Quartier sein sollte. Das tolle daran: 2 Hunde und mind. 20 junge Kälber. Das Jüngste davon gerade 1 Tag als. Ich war also mit Streicheln beschäftigt.

Peter nahm darauf allerdings keinerlei Rücksicht und wir mussten ohne längere Pause zum Leuchttum aufbrechen. Dahin führte uns eine immer enger werdende Straße, die schlussendlich vor einem Tor endete. Von da aus, war laufen angesagt. Der Hinweisstein 1 Meile war wohl ein Scherz oder ich hatte doch den falschen Umrechnungsfaktor im Kopf. In diversen Serpentinen ging es steil bergab. Unten angekommen, war der Turm recht unspektakulär, die Sicht jedoch mit der untergehenden Sonne sehr beeindruckend.
Nun mussten wir wieder hoch. Solch eine Schufterei. Die eine Meile fühlte sich nun wie 5 an und der Anstieg wie 40 % Steigung. Belohnung dieser Tortour: Wir waren erst 20 uhr wieder am Auto, somit fiel ein Abendessen in der Kneipe aus, denn die hatte bereits geschlossen. Also endete der Tag mit einem trockenen Brötchen...ich hab sicherlich so oder so aus der Wäsche geguckt.
Franzka








wegstrecke: alexandria to southend (mull of kintyre), 224 km
unterkunft: ormsary farm, sooo schön. niedliche Zimmer und niedliche Tiere, tolle Gastgeber

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